Mensch & KI – Duell oder Duett?

17.01.26 | Allgemein, Mehr menschlich für mehr digital

Killt KI uns Menschen? Oder killt KI unsere Arbeitsplätze? Sind wir fortan in einem Wettbewerb, wer ist besser KI ODER wir Menschen? Was braucht es, dass das Duo Mensch UND KI ein Duett und kein Duell wird? Das ist Thema meines After-Lunch Denkimpulses vom SW-Day 2026 des Verbandes Österreichischer Software Innovationen in der Wirtschaftskammer Österreich, das unter dem Motto steht: 

„THE POETRY OF SOFTWARE“

Wer gewinnt das Duell?

Als Gründungsvorständin vom Club Max Reinhardt Seminar, dem Förderverein für die Schauspiel- und Regiestudierenden an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien, habe ich die die Abschlussarbeit des Regiestudiums, die sogenannte Diplominszenierung, von Bianca Thomas mit großem Interesse gesehen: „K.I. und Abel“. Die junge Regisseurin, die zuvor Psychologie studiert hat, hat das Stück selbst geschrieben, indem sie ChatGPT3 gepromptet hat. Den Titel ihres Theaterstücks hat sie in Anspielung auf Kain und Abel gewählt. Wer setzt sich durch? Behalten wir die Oberhand über die KI oder werden wir von der KI verknechtet? Mit ihrem Ensemble verhandelt sie die Ambivalenz des technologischen Fortschritts. Sie legt den Fokus auf die Rolle von K.I. in unserer Gesellschaft und die Verantwortlichkeit derjenigen, die sie programmieren. Wie geht K.I. mit der Tatsache um, dass sie korrumpierbar ist und abhängig von eingeschriebenen Meinungen? Welche Einflüsse lässt sie zu und welche Position nimmt sie gegenüber komplexen Themen wie Sex, Intimität, Krieg und zwischenmenschlichen Beziehungen ein?

Die Inszenierung, die auch im Thalia-Theater Hamburg gezeigt wurde und zum Wuzhen Theatre Festival in China eingeladen ist, hat ein offenes Ende. Denn es liegt an uns, wie wir als Gesellschaft mit Künstlicher Intelligenz umgehen.

MEHR DIGITAL ermöglicht MEHR MENSCHLICH

 Wenn uns die KI von Routineaufgaben den Rücken freispielt und damit wesentlich zum Zeitsparen beiträgt, ist die entscheidende Frage, wie wir mit der gewonnenen Zeit umgehen. 

Mit diesem Wissen engagiere ich mich jetzt für Digitalen Humanismus – genauer gesagt für „Menschlichkeit im digitalen Zeitalter“. Schon 2001 entwickelte der KI-Forscher Eliezer Yudkowsky das Konzept der „Friendly AI“ – einer künstlichen Intelligenz, die menschliche Werte zuverlässig umsetzt und positive Auswirkungen auf die Menschheit hat. Yudkowsky warnte früh vor den Risiken einer superintelligenten KI, die nicht auf menschliche Werte ausgerichtet ist. Sein Ansatz: KI-Systeme müssen von Grund auf so konzipiert werden, dass sie dem Wohl der Menschen dienen müssen – auch wenn sie intelligenter werden. Digitaler Humanismus bedeutet, bei aller technologischen Innovation den Menschen und seine Würde in den Mittelpunkt zu stellen. Technologie soll menschliche Potentiale entfalten, nicht ersetzen

 

Intelligentes Zusammenspiel

 

 

Bildnachweis: ChatGPT gepromptet von Monika Herbstrith-Lappe.

 

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